Gicht

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der Harnsäure nicht mehr ausreichend über die Nieren ausgeschieden wird und sich im Blut ansammelt (Hyperurikämie). Schließlich bilden sich Harnsäurekristialle - vor allem in den Gelenken - und lösen damit eine schmerzhafte Gelenkentzündung aus. Vor allem die Gelenke in Fuß, Hand bzw. Finger und Ellbogen sowie Knie sind betroffen. Aber auch die Nierenfunktion kann durch die Kristallablagerung weiter beeinträchtigt werden. Der erste Schritt zur Behandlung ist, Übergewicht zu reduzieren und Lebensmittel zu meiden, bei deren Verstoffwechslung besonders viel Harnsäure entsteht. Dazu zählen Innereien, Fleisch, Wurst, Geflügel (vor allem mit Haut), Krustentiere, Ölsardinen und bestimmte Fischarten wie Sardellen oder Hering, Bier und Spirituosen sowie Produkte, die mit Fruktosesirup gesüßt sind (Müsliriegel, Softdrinks, Fruchjoghurts etc.). Zusätzlich kann eine medikamentöse Therapie, meist mit Allopurinol, notwendig sein, um Langzeitfolgen abzuwenden.

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